Bei fast allen Medikamenten werden unerwünschte Wirkungen beobachtet. Eine hartnäckige Verstopfung ist die häufigste Nebenwirkung bei fast allen opioidhaltigen Schmerzmitteln. Dabei sind von Medikament zu Medikament sowie von Patient zu Patient natürlich immer Unterschiede gegeben. In fast allen Fällen ist aber eine Kombination mit Abführmitteln notwendig.
Eine Ernährungsumstellung mit balaststoffreicher Kost, die Zufuhr von reichlich Flüssigkeit und, nach Möglichkeit, viel Bewegung können außerdem Verstopfungen vorbeugen. Gerade zu Beginn der Schmerztherapie können weitere Begleiterscheinungen aller Opioide Müdigkeit sowie Übelkeit mit Erbrechen sein. Da viele Patienten über lange Zeit vor Schmerzen nicht schlafen konnten, haben sie gerade zu Beginn einer Schmerztherapie ein enormes Schlafdefizit. Diese Erscheinungen gehen jedoch nach kurzer Zeit der Anpassung vorüber. Es kommt aber vor, dass gegen diese Nebenwirkungen weitere Begleitmedikamente eingenommen werden müssen.
In seltenen Fällen kann eine versehentliche Überdosierung von starken Schmerzmitteln zur Schwächung des natürlichen Atemantriebs führen. Man kann dadurch kurzzeitig das Bewusstsein verlieren. Es ist deshalb wichtig, den Angehörigen oder Freunden von den einzunehmenden Medikamenten zu berichten. Sodass bei einer eventuellen Schwächung des Atemantriebs direkte Hilfe gegeben ist.
Ganz wichtig: Bei vorschriftsmäßiger Einnahme der Medikamente tritt eine Schwächung des Atemantriebs nicht auf. Man sollte nie eigenmächtig die Dosierungsvorschriften des Arztes ändern.